Kanzelwand 2015

Im Anschluss an einen Kurztrip nach Wien fahren Marion und ich für zwei Tage nach Grünbach an die Hohe Wand. Während es fast überall in Österreich schlechtes Wetter hat, gibt es hier eine „zweitägige Schönwetterverlängerung“. Wir nehmen ein Zimmer beim gastfreundlichen Seiser-Toni – ein Kontrastprogramm zum vorher sehr trubeligen Wien…

Wir wiederholen die Kanzelgrat-Tour, welche wir schon einmal zusammen mit unserem Freund Jürgen im Juli 1991 gemacht hatten.

Damals notierte ich: „….Wir brauchen für den landschaftlich hervorragend schönen Steig, der uns technisch nicht viel abfordert, eine Stunde Gehzeit. Wir seilen uns nicht an, das Seil im schweren Rucksack ist allerdings hinderlich!…“

Fast 25 Jahre später sieht die Welt schon etwas anders aus 🙂 Während Marion die Tour recht locker geht, quäle ich mich an diesem 30°C heissen Septembertag sehr ab. Wir gehen die Tour seilfrei (…was ich nicht mehr machen würde). Ohne Helm zu gehen, ist auch nicht ratsam. An diesem Tag sind wir alleine am Kanzelsteig unterwegs.

Die schwierigsten Stellen sind das Testamentwandl (2+) und der letzte Grataufschwung (2+). In der Route befinden sich einige Bohrhaken. Ansonsten fordern allerorten die „rutschigen“ Kiefernadeln große Aufmerksamkeit, besonders im Bereich der Steilwiese, welche zwischen den unteren und oberen Kletterstellen liegt. Nach Einkehr in der Eicherthütte verläuft unser Abstieg über den blau markierten Grafenbergweg zurück zum Seiser-Toni.

Nachtrag: Mit etwas Verzögerung hat sich aufgrund dieser Tour wieder einmal mein Knie „gemeldet“: Ich war drei Wochen lang außer Gefecht, Knie punktiert… usw. Die dauenden Fehlhaltungen haben auch dem Rücken nicht gut getan. Diese Klettereien muss ich in Zukunft wohl oder übel sein lassen.

Tourbeschreibung der Tour von 1991 auf hikr.org:

http://www.hikr.org/tour/post99569.html